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Es gibt Landschaften, die man schon vor dem Besuch wiedererkennt. Ein Meer sanft gewellter Wiesen, durchzogen von gut beleuchteten Wegen und unterbrochen von dunklen Chalets; in der Ferne die Wände des Schlerngebirges, die Zwillingssilhouetten des Langkofels und des Plattkofels, dann die rosafarbenen Gipfel des Rosengartens.Seiser Alm Sie gehört zu jenen Bildern, die beinahe zu Sinnbildern der Dolomiten geworden sind. Doch kein Foto fängt den Eindruck ein, den die Ankunft auf diesem weiten Hochplateau vermittelt: die plötzlich aufreißende Weite, das Licht, das über das Gras gleitet, der Hauch des Windes auf den Weiden und das Gefühl, durch eine gewaltige, aber niemals leere Landschaft zu wandern.

DieSeiser Alm wird oft als die größte hochalpine Weide Europas bezeichnet. Sie erstreckt sich über etwa 56 km ²zwischen fast 1.700 und über 2.300 Meter HöheIn einem Schutzgebiet, das teilweise zum Naturpark Schlern-Rosengarten und zum UNESCO-Welterbe Dolomitengebiet gehört, bietet die Hochebene eine spektakuläre Kulisse. Die umliegenden Berge prägen nicht nur die Ausrichtung, die Farben und die Atmosphäre der Hochebene. Der Schlernzug ​​thront im Westen, während Langkofel und Plattkofel im Osten den Horizont abgrenzen. Im Norden fallen die Hänge hinab nach St. Ulrich und Gröden; im Süden erreichen die Wanderwege die Ausläufer des Rosengartengebirges.

Die Menschen kommen nicht hierher, um einen einsamen Ort zu besuchen, sondern um eine Landschaft zu erkunden. Im Sommer sind die Wiesen mit Blumen bedeckt, die Herden ziehen auf die Bergweiden, und die Wege verbinden sich Compaccio/Compatsch In Saltria, Bullaccia/Puflatsch, Monte Piz, Panorama oder in den Berghütten am Fuße der Gipfel. Im Winter verschwimmt die Grenze zwischen den Wiesen, die Landschaft wird weicher, und die Alpen verwandeln sich in ein weitläufiges Gebiet zum Skifahren, Langlaufen und Winterwandern. In beiden Jahreszeiten geht es langsam voran, fast besinnlich: Man wandert ein paar Minuten, hält an einem Bergrücken inne und setzt den Weg fort, weil sich gerade eine neue Perspektive eröffnet hat.

Die Seiser Alm verstehen: ein Hochplateau, bewohnt und vom Menschen geprägt

Seiser Alm, die größte Hochalm Europas

Das Wort alpe Das kann verwirrend sein. Die Seiser Alm ist weder ein einzelnes Dorf noch ein einzelner Gipfel, sondern ein weitläufiges, hochgelegenes Weidegebiet. Die Wiesen erstrecken sich über Dutzende Quadratkilometer und sind durch Täler, Haine, Bäche, Feldwege und kleine Hügel voneinander getrennt, deren sanfte Formen einen reizvollen Kontrast zu den umliegenden Dolomitenwänden bilden.

Das gesamte Gebiet vermittelt einen Eindruck von Kontinuität, doch das Plateau ist nicht vollkommen horizontal. Compaccio/Compatsch, der wichtigste Ankunftspunkt von Seis am Schlern (und das touristische Zentrum), liegt auf etwa 1850 Metern Höhe. Weiter östlich liegt Saltria etwas tiefer, eingebettet in ein breites Tal. Bullaccia/Puflatsch erreicht über 2100 Meter, während Panorama, Monte Piz und die Hänge, die dem … zugewandt sind, … Sassolungo/Langkofel 2.000 Meter erreichen oder überschreiten.

Das sanfte Gelände erklärt, warum die Alpen für so viele verschiedene Wanderer zugänglich sind. Manche Wanderungen verlaufen auf breiten Feldwegen und sind wenig anstrengend. Andere führen durch mehrere Täler, erreichen die Bergrücken oder verlängern die Tour in Richtung Schlern, Sasso Piatto/Plattkofel oder die Hochebenen des Rosengartens.

Das Fußwegenetz ist beachtlich: Offizielle Tourismusquellen erwähnen mehrere hundert Kilometer Wanderwege in der gesamten Region, mit Routen, die sowohl für Familien als auch für erfahrene Wanderer geeignet sind.

Eine Naturlandschaft, aber stark landwirtschaftlich geprägt

DieSeiser Alm Es wirkt wild, wenn der Nebel aus dem Tal aufsteigt oder der erste Schnee die Wiesen bedeckt. Doch sein heutiges Erscheinungsbild ist untrennbar mit jahrhundertelanger Weidewirtschaft verbunden.

Die Chalets, Scheunen, Zäune und Wege zeugen von einer langen Geschichte saisonaler Nutzung. Jeden Sommer werden die Herden aus den Dörfern an den unteren Hängen heraufgetrieben. Das Gras wird beweidet oder gemäht, die Wirtschaftsgebäude werden instand gehalten, und in den Berghütten wird eine Küche gepflegt, die eng mit dieser ländlichen Welt verbunden ist: Käse, Butter, Speck, Canederli, Suppen, Polenta und Desserts mit Äpfeln oder Mohn.

Diese Maßnahme verhindert, dass der Wald das Plateau vollständig zurückerobert, und bewahrt die offene Landschaft, für die es heute bekannt ist. Was der Reisende als weite Naturkulisse wahrnimmt, ist somit das Ergebnis eines fragilen Gleichgewichts zwischen Höhenlage, Klima und menschlicher Aktivität.

Im Frühsommer verleihen Blumen den Wiesen eine fast greifbare Qualität. Enziane, Orchideen, Hahnenfuß und Alpenrosen setzen Farbtupfer im Gras. Später trocknet das Heu in der Sonne, sein süßer Duft vermischt sich mit dem der warmen Erde. Im Herbst vertiefen sich die Farben: Die Wiesen färben sich golden, die Lärchen nehmen einen kupferfarbenen Schimmer an, und der erste Frost färbt die schattigen Senken weiß.

Winterwandern auf der Seiser Alm
Seiser Alm im Winter

Der Schlern, Bergsymbol Südtirols

Westlich der Alpe dominiert der Schlern mit seiner massiven Gestalt die Landschaft. Sein oberes Plateau wird vom Monte Pez überragt, der bis zu einer Höhe von … reicht. 2 563-MessgeräteSeine beiden Gipfel, Punta Santner/Santnerspitze und Punta Euringer/Euringerspitze, verleihen dem Massiv eine sofort erkennbare Silhouette, die seit langem als Symbol Südtirols/Alto Adige dient.

Von den Wiesen aus wirkt der Berg manchmal nah, fast so, als läge er am Rande des Plateaus. Doch seine Besteigung erfordert eine richtige Wanderung. Die Pfade verlassen die Weideflächen, führen über steilere Hänge und dringen in eine mineralische Welt vor, in der die Entfernungen unendlich lang erscheinen.

Der Schlern verändert im Laufe des Tages seinen Charakter. Morgens zeichnet sich seine dunkle Masse gegen das östliche Licht ab. Mittags verschwimmen die Konturen der Felsen unter der Sonne. Abends leuchten die Felswände in Grau-, Violett- oder Rosatönen, während die Wiesen bereits in kühlen Schatten getaucht sind.

Die bekannte Silhouette des Schlern im Winter
Schlern im Winter

Die Alpe erreicht man über Compaccio/Compatsch

Der erste Blick auf das Set

Die meisten Besucher kommen an Compaccio/CompatschDie Anreise erfolgt entweder mit der Seilbahn von Seis am Schlern oder über die gut ausgebaute Straße. Der Ort bildet das Haupttor zum Hochplateau: Bergstation, Bushaltestellen, Hotels, Wanderwege und die ersten Skipisten befinden sich alle dort.

Beim Verlassen der Seilbahn entsteht nicht sofort der Eindruck unberührter Natur. Gebäude, Servicefahrzeuge, Pferdekutschen und ein gewisses Maß an Betriebsamkeit prägen das Bild. Doch schon nach wenigen hundert Metern öffnet sich die Hochebene. Die Gebäude verteilen sich weiter, Wege zweigen ab, und der Blick schweift frei zwischen Wiesen und Berggipfeln.

Compaccio/Compatsch Es ist weniger ein Ort zum Verweilen als vielmehr ein Umleitungspunkt. Von hier aus kann man hinauf nach Bullaccia/Puflatsch wandern, den Panoramasektor erreichen, nach Saltria laufen, den Wegen nach Schlern folgen oder die Busse nehmen, die auf dem Plateau verkehren.

Die Kirche San Francesco/St. Franziskus

Nahe des Zentrums befindet sich die Kirche San Francesco/St. Franziskus, ein modernes Gebäude, dessen niedrige Silhouette sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Sie erinnert daran, dass die Alpen nicht nur ein sportliches Terrain sind, sondern auch ein Ort für saisonales Leben, Traditionen und Bergspiritualität.

Das Innere, schlichter als das der barocken Kirchen in den Nachbardörfern, bietet einen Moment der Ruhe, bevor man die Wanderung fortsetzt. Sobald sich die Tür öffnet, weicht die Stille des Gebäudes den Geräuschen der Hochebene: dem Läuten der Herden, dem Rattern der Wagenräder, den Gesprächen der Wanderer und dem Rauschen des Windes.

Die Wege zu Panorama und Ritsch

Von Compaccio/Compatsch führt ein einfacher Spaziergang ins Panoramagebiet und weiter nach Ritsch. Der Anstieg ist sanft und die Wege bleiben breit. Während man aufsteigt, weitet sich der Horizont: Rechts taucht der Schlern auf, während im Osten der Langkofel und der Sasso-Plattkofel deutlicher hervortreten.

Ritsch ist sowohl im Sommer als auch im Winter einer der wichtigsten Knotenpunkte des Plateaus. Berghütten und Skipisten treffen hier aufeinander, dennoch behält die Landschaft ihre Weite. Im Winter wird der Ort zu einem der wichtigsten Zentren für Langlauf und Ausgangspunkt eines Loipennetzes. 80 Pistenkilometer vorbereitet in einer Höhe zwischen etwa 1.800 und 2.200 Metern.

Compatsch, Einstiegspunkt zur Seiser Alm
Compatsch, Einstiegspunkt zur Seiser Alm

Bullaccia/Puflatsch, Panoramabalkon mit Blick auf die Alpe

Ein sanfter Berg, der auf dem Plateau ruht

Bullaccia/Puflatsch bildet eine Art Plateau innerhalb des Plateaus. Sein abgerundeter Gipfel, der von Compaccio/Compatsch aus zu Fuß oder mit dem Skilift erreichbar ist, bietet eines der umfassendsten Panoramen der Seiser Alm.

Der Aufstieg zu Fuß ist technisch nicht schwierig, erfordert aber stetige Anstrengung. Mit zunehmender Höhe werden die Gipfel des Compaccio kleiner, die Konturen des Plateaus deutlicher und die Dörfer am Talgrund erscheinen in der Ferne.

Ein außergewöhnliches Panorama

Von oben bietet sich ein umfassender Blick auf die Sciliar/Schlern, Rosengarten/Rosengarten, Sassolungo/Langkofel, Sasso Piatto/Plattkofeloder die Odle/Geisler und bei klarem Wetter ein großer Teil der Südtiroler Alpen.

Der Wind ist hier oft stärker zu spüren. Er drückt das Gras platt, lässt die Zäune vibrieren und trägt manchmal schon den Geruch von Regen mit sich, bevor die Wolken das Plateau bedecken.

Die Hexenbänke

Bullaccia/Puflatsch wird auch mit den Legenden der Hexen von Schlern in Verbindung gebracht. Felsformationen, die als Hexenbänke Sie erinnern an jene populären Geschichten, in denen die Bergkette zu einem Ort der Versammlung, der Stürme und geheimnisvoller Kräfte wurde.

Diese Geschichten gehören zur alten Folklore der Region. Sie verleihen der Landschaft eine zusätzliche Dimension, besonders wenn sich rasch Wolken über die Bergrücken legen und die Wege in dichtem Nebel verschwinden. Was unter der Sonne hell und einladend wirkt, kann dann innerhalb weniger Minuten still und beinahe unheimlich werden.

Eine barrierefreie Panoramaschleife

Die Bullaccia/Puflatsch-Rundwanderung ist eine der interessantesten Touren für Einsteiger. Je nach Startpunkt und gewählten Varianten dauert sie etwa zweieinhalb bis drei Stunden und beinhaltet einen Höhenunterschied von einigen hundert Metern.

Die Route verläuft abwechselnd über offene Wege, Abschnitte in der Nähe von Bauernhöfen und Aussichtspunkte mit Blick auf die Täler. Besonders schön ist sie früh morgens oder spät nachmittags, wenn das Seitenlicht die sanften Hügel der Landschaft hervorhebt.

Im Winter Bullaccia/Puflatsch Der Ort ist weiterhin über angelegte Wege erreichbar. Dort wird eine offizielle Winterwanderung angeboten, die etwa 2 Stunden und 40 Minuten dauert und einen Höhenunterschied von etwas über 400 Metern aufweist.

Kastelruth von Bullaccia aus gesehen
Kastelruth von Bullaccia aus gesehen

Saltria, die friedliche Seite gegenüber dem Sassolungo

Eine intimere Kulisse

Östlich der Alpen, Saltria Es liegt in einer weiten Senke am Fuße des Sassolungo/Langkofel und des Sasso Piatto/Plattkofel. Die Atmosphäre hier unterscheidet sich von der des Compaccio/Compatsch. Die Hänge wirken näher beieinander, die Wälder nehmen mehr Raum ein, und die Gipfel dominieren die Landschaft mit einer deutlicheren Vertikalität.

Saltria ist zu Fuß über verschiedene Wege oder mit dem Linienbus von Compaccio aus erreichbar. Der Weg führt über Wiesen, vorbei an Berghütten und gibt nach und nach den Blick auf die Sassolungo-Gruppe aus einer immer imposanteren Perspektive frei.

Morgens erreicht das Licht manche Senken erst spät. Das Gras ist noch feucht, die Fichten verströmen einen harzigen Duft, und die Silhouetten der Berge spiegeln sich manchmal in kleinen Wasserlachen. Mittags erwacht das Tal zu neuem Leben, bevor es am Abend rasch wieder zur Ruhe kommt.

Der Hans-und-Paula-Steger-Pfad

Der Hans-et-Paula-Steger-Trail verbindet die Sektoren Compaccio und Saltria durch die zentrale Landschaft der Alpe. Er ist nach zwei Bergsteigern benannt, die mit der lokalen Geschichte verbunden sind, und ermöglicht es, das Plateau zu erkunden, ohne schwieriges Gelände suchen zu müssen.

Die Route führt über Wiesen, passiert mehrere Berghütten und bietet durchgehend Ausblicke auf die umliegenden Berge. Sie kann in eine Richtung gewandert und anschließend mit dem Linienbus zum Ausgangspunkt zurückgefahren werden.

Der Reiz dieser Wanderung liegt weniger im Gipfel als vielmehr in der Vielfalt der Landschaften. Man durchquert weite, offene Flächen, gelangt dann in Abschnitte nahe dem Wald und schließlich zu Gebieten, in denen sich Chalets über die Weiden verteilen. Der Weg bietet eine hervorragende Einführung in die Geografie der Alpen.

Richtung Plattkofel und Monte Pana

Von Saltria aus können geübtere Wanderer weiter in Richtung Zallinger wandern und anschließend den Sasso Piatto/Plattkofel erreichen. Die Hänge werden steiler, und die ländliche Idylle weicht allmählich hochalpinem Gelände.

Eine weitere Verbindung führt zum Monte Pana oberhalb von Santa Cristina Valgardena/Santa Cristina Gherdëina. Im Winter wird diese Verbindung von Skifahrern genutzt, die den Gipfel erreichen möchten. Val Gardena/GherdëinaEs handelt sich jedoch nicht um eine durchgehende Ski-auf-Ski-Verbindung auf der gesamten Strecke: Ein Skibus verbindet Saltria mit Monte Pana, von wo aus man die Talhänge und die Sellaronda erreichen kann.

Die Dörfer, die den Zugang zur Seiser Alm ermöglichen

Die Alpen sind nicht vom Rest der Region isoliert. Sie sind von Dörfern umgeben, von denen jedes seine eigene Atmosphäre, Geschichte und einzigartige Beziehung zum Hochplateau besitzt. Daher beeinflusst die Wahl der Unterkunft das Reiseerlebnis maßgeblich.

Castelrotto/Kastelruth, das historische Dorf am Fuße der Alpen

Ein lebhafter Platz und ein Glockenturm, die schon von weitem sichtbar sind

Castelrotto/Kastelruth Es liegt auf einem Hochplateau mit Blick auf das Eisacktal. Es ist das größte und eines der lebendigsten Feriendörfer der Seiser Alm. Sein historischer Ortskern, der sich um den Hauptplatz und einen hohen Glockenturm gruppiert, zählt zu den schönsten Dörfern Italiens.

Die bemalten Fassaden, die Gasthäuser, die Läden und die blumengeschmückten Balkone verleihen dem Zentrum ein sehr... SüdtirolDeutsch dominiert in Gesprächen, aber Schilder und Dienstleistungen bleiben zweisprachig, gemäß dem Südtiroler/Alto Adige-System.

Das Dorf ist besonders am frühen Morgen reizvoll, bevor die Terrassen voll sind. Man hört die Kirchenglocken, den Lärm der Lieferungen und die ersten Busse, die nach Seis oder auf die Alpe abfahren.

Ein indirekter Zugang zum Plateau

Castelrotto liegt zwar nicht am Hauptausgangspunkt der Seilbahn, ist aber gut angebunden. Seis am Schlern mit lokalen Bussen. Im Sommer ermöglicht der Marinzenlift auch den Zugang zu einer Zwischenalpenwiese, von der aus man verschiedene Wanderwege erkunden kann.

Ein Aufenthalt in Castelrotto eignet sich besonders für diejenigen, die ein echtes Dorfzentrum, Restaurants, Geschäfte und eine lokale Atmosphäre am Abend suchen und gleichzeitig einen einfachen Zugang zum Plateau wünschen.

Hübsches, typisches Südtiroler Dorf
Kastelruth am Fuße der Seiser Alm

Siusi allo Sciliar/Seis am Schlern, das Haupttor zur Alpe

Das Dorf liegt unterhalb des Schlern

Seis am Schlern liegt direkt am Fuße des Schlerns und bildet das wichtigste westliche Tor zur Alpe. Das Dorf ist weniger monumental als KastelDoch seine Lage ist bemerkenswert. Die Wiesen steigen zu den ersten Wäldern an, während sich die Silhouette des Massivs über den Dächern abzeichnet.

Das Zentrum hat sich den Charme eines Alpendorfs bewahrt, mit einem Marktplatz, Hotels, traditionellen Häusern und Spuren einer langen Tourismusgeschichte. Die Regionalregierung präsentiert es als eines der wichtigsten Tore zu den Dolomiten und als einen Ort, der eng mit der Region verbunden ist. Legenden des Schlern.

Die Seilbahn Seiser Alm – Seiser Alm

Die Talstation der Gondelbahn befindet sich am Ortsrand und bietet Parkplätze. Sie ist der einfachste und am häufigsten genutzte Zugangspunkt nach Compaccio/Compatsch.

Der Aufstieg dauert nur wenige Minuten und führt über fast 900 Höhenmeter. Nach und nach verschwinden die Häuser, die Wälder lichten sich, und oberhalb des letzten Bergrückens taucht das Plateau auf. Bei gutem Wetter ist die Ankunft besonders spektakulär, wenn der Sassolungo/Langkofel am Horizont erscheint.

Die Seilbahn verkehrt im Sommer von Ende Mai bis Anfang November, in der Regel von 8:00 bis 18:00 Uhr, im Hochsommer bis 19:00 Uhr. Fahrkarten sind an den Kassen und online erhältlich.

Völs am Schlern, zwischen See, Kultur und mildem Klima

Ein weiter flussabwärts gelegenes Dorf, das sich auf Wohlbefinden konzentriert

Fiè allo Sciliar/Völs am Schlern liegt tiefer als Kastelruth und Seisi und in einer sanfteren Landschaft. Die Gegend ist geprägt von Weinbergen, Obstgärten, Wäldern und Ausblicken auf den Schlern.

Das Dorf ist bekannt für seine traditionellen Heubäder, eine Wellness-Praxis, die mit dem von den Almen geschnittenen Gras verbunden ist, sowie für die Fjörn-See/Völser WeiherEin kleiner Waldsee, der im Sommer zum Baden und zu jeder Jahreszeit zu Spaziergängen einlädt. Die Region hebt außerdem das Schloss Prösels, landwirtschaftliche Routen und das historische Stadtbild hervor.

Fiè ist eine gute Wahl für alle, die die Alpen mit kulturellen Besichtigungen, Wanderungen in niedrigeren Lagen und einem weniger rauen Klima verbinden möchten.

Von Fiè aus die Alpen erreichen

Fiè ist nicht direkt durch eine Seilbahn mit dem Plateau verbunden. Sie müssen mit dem Bus oder Auto nach Seis (Siusi) fahren und dort die Seilbahn nehmen. Die Regionallinie 170 bedient die Strecke Bozen–Fiè–Siusi–Kastelruth, während andere Shuttlebusse lokale Verbindungen anbieten.

Diese Entfernung verlängert zwar die Transferzeit, ermöglicht Ihnen aber einen Aufenthalt in einer ruhigeren Umgebung, in der Nähe des Sees und der Wanderwege des unteren Schlerns.

Seen in der Nähe der Seiser Alm
Völser_Weiher_Fie-Sciliar

Ortisei/Urtijëi, der östliche Zugang von Val Gardena/Gherdëina

Ein anderer Zugang zu den Alpen

Ortisei/Urtijëi liegt in Val Gardena/Gherdëina, am nordöstlichen Hang der Alpe. Das Dorf bietet einen völlig anderen Zugang als Siusi.

Vom Zentrum von St. Ulrich aus, ein Die Seilbahn fährt direkt in Richtung Mont SëucDie Unterkunft liegt auf etwa 2000 Metern Höhe. Von dort bietet sich ein unmittelbarer Blick auf die Alpe, den Schlern, den Sassolungo und den Sasso Piatto.

Dieser Eingang ist besonders spektakulär, da er direkt auf die oberen Wiesen führt. Er eignet sich für Besucher, die in Val Gardena übernachten oder eine Überfahrt nach Compaccio und Saltria planen.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Ortisei ist über die Buslinie mit Ponte Gardena/Waidbruck und Chiusa/Klausen verbunden. 350Die Seilbahn verkehrt in der Regel sehr häufig. Von der Haltestelle Piazza Sant'Antonio ist die Seilbahnstation etwa fünf Gehminuten entfernt.

Am unteren Bahnhof gibt es auch einen gebührenpflichtigen Parkplatz, dessen Kapazität jedoch begrenzt ist.

AlpAddict in Südtirol
St. Ulrich in Südtirol

Die schönsten Panoramawanderungen auf der Seiser Alm

Die Compaccio–Panorama–Ritsch-Schleife

Ein zugängliches erstes Eintauchen

Diese Rundtour ist eine der besten Einführungen in das Plateau. Von Compaccio aus erreicht man allmählich den Panorama-Sektor, dann Ritsch, bevor man über Feldwege zurückkehrt.

Je nach Variante sollten Sie mit einem Preis von etwa [Betrag einfügen] rechnen. 8 bis 12 KilometerDie Gehzeit beträgt drei bis vier Stunden, der Höhenunterschied in der Regel weniger als 400 Meter.

Die Route bietet einen fast durchgehenden Blick auf den Schlern, den Sassolungo und den Sasso Piatto. Sie eignet sich für Wanderer, die an mehrstündige Wanderungen gewöhnt sind und keine technischen Schwierigkeiten haben.

Die beste Zeit ist früh am Morgen, wenn die Wege noch ruhig sind und das Licht die Gipfel allmählich von Osten her erhellt.

Die Bullaccia/Puflatsch-Schleife

Der umfassendste Überblick

Von Compaccio aus gelangt man über die Wanderwege oder den Skilift hinauf nach Bullaccia/Puflatsch. Die obere Rundtour führt über sanfte Bergrücken und bietet zahlreiche Aussichtspunkte.

Die Route dauert ungefähr 2 h 30 bis 3 h 30, bei einem Höhenunterschied von 350 bis 500 Metern, abhängig vom Ausgangspunkt.

Der Blick reicht bis nach Gröden, zum Odelgebirge, zum Sassolungo, zum Catinaccio und zum Schlern. Die Hexenbänke verleihen der Wanderung eine kulturelle Dimension.

Sie sollten auch im Sommer eine warme Kleidungsschicht einplanen, da der Wind im oberen Bereich stark wehen kann.

Typische Landschaft der Seiser Alm im Sommer
Typische Landschaft der Seiser Alm im Sommer

Der Hans-und-Paula-Steger-Pfad nach Saltria

Eine Reise durch das Herz der Wiesen

Dieser Wanderweg verbindet die zentralen Gebiete der Alpe di Saltria. Je nach Startpunkt ist die Strecke etwa so lang: 9 bis 12 Kilometer und dauert drei bis vier Stunden.

Die Route durchquert eine typische Hochebenenlandschaft: Wiesen, Chalets, kleine Täler und weite Ausblicke auf die Dolomiten. Die Rückfahrt kann mit dem Bus von Saltria aus erfolgen, wodurch sich die Strecke nicht verdoppelt.

Diese Wanderung ist besonders schön im Juni und Anfang Juli, wenn die Blumen in Hülle und Fülle blühen, oder im September, wenn die Luft klarer und die Farben wärmer werden.

Von Saltria nach Zallinger

Unter Langkofel und Sasso Piatto

Von Saltria aus führt der Weg durch Wiesen und Waldränder hinauf nach Zallinger. Die Wanderung ist ungefähr 8 bis 10 Kilometer Hin- und Rückweg und 300 bis 450 Höhenmeter.

Sassolungo/Langkofel und Sasso Piatto/Plattkofel prägen die Route durchgehend. Im Verlauf der Wanderung werden die Felswände steiler und die Details des Gesteins treten deutlicher hervor.

Die Ausgrabungsstätte Zallinger mit ihrer kleinen Kirche und den Schutzhütten lädt zu einem sehr angenehmen Spaziergang ein. Der Rückweg nach Saltria erfolgt entweder auf demselben Weg oder über eine alternative Route.

Richtung Bozen/Schlernhaushütte und Schlern

Eine großartige Höhenwanderung

Die Besteigung des Schlern ist eine der bedeutendsten Wanderungen der Region. Je nach Ausgangspunkt kann sie einen langen Tag in Anspruch nehmen, oft über 1.000 Höhenmeter und zwischen sechs und acht Stunden Fußmarsch.

Die Schlernhaushütte Bozen liegt auf etwa 2450 Metern Höhe. Von dort aus kann man weiter zum Monte Pez/Petz, dem mit 2563 Metern höchsten Punkt des Massivs, aufsteigen.

Die Wanderung führt allmählich weg von der idyllischen Landschaft. Wiesen weichen felsigen Hängen und Kalksteinplateaus. Vom Gipfel aus bietet sich ein weites Panorama über Südtirol und die Dolomiten.

Für diese Route sind eine gute körperliche Verfassung, stabiles Wetter und ein früher Start erforderlich.

Weite Weiten auf der Seiser Alm im Herbst
Seiser Alm im Herbst

Die Seiser Alm im Wandel der Jahreszeiten

Juni und Juli: die Zeit der Blumen

Der Frühsommer ist wohl die farbenprächtigste Zeit des Jahres. Die Wiesen stehen hoch, die Blumen blühen in Hülle und Fülle, und auf den Berggipfeln findet man manchmal noch Schneeflecken.

Die Tage sind lang, aber nachmittags können Gewitter aufziehen. Lange Wanderungen sollte man am besten früh beginnen.

August: Licht- und Besucherzahlen

Der August bietet oft günstige Bedingungen, ist aber auch die besucherstärkste Zeit des Jahres. Seilbahnen, Berghütten und Hauptwanderwege können sehr voll sein.

Um Ruhe und Frieden zu finden, muss man vor der Ankunft der ersten Lifte losfahren, Nebenwege wählen oder am späten Nachmittag spazieren gehen und dabei die Schließzeiten der Anlagen beachten.

September und Oktober: Die Alpen erstrahlen in goldenem Glanz

Der Herbst bringt sanfteres Licht, kühlere Temperaturen und oft hervorragende Sicht. Die Herden ziehen allmählich ab, und die Wiesen färben sich golden.

Der erste Schnee kann früh fallen. Die Betriebszeiten der Lifte werden reduziert und einige Berghütten schließen vor Saisonende.

Winter: eine fast unwirkliche Landschaft

Unter dem Schnee verlieren die Alpen etwas von ihrer Farbe, gewinnen aber an Reinheit. Die Landschaften wirken schlichter, die Chalets ragen kaum noch aus den Hängen hervor, und die Berge erscheinen in der kalten Luft noch schärfer.

Die Menschenmassen konzentrieren sich an den Pisten und den Hauptliften. Schon nach wenigen Schritten auf einem Winterwanderweg findet man oft Ruhe und Entspannung.

Wie gelangt man im Sommer zur Seiser Alm?

Mit der Seilbahn von Siusi allo Sciliar/Seis am Schlern

Die Seiser Seilbahn ist die einfachste Lösung. Sie startet in der Nähe des Dorfes und kommt in Compaccio/Compatsch an, dem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Hochebene.

In der Hauptsaison empfiehlt es sich, früh anzureisen, insbesondere an Wochenenden. Die Parkplätze an der Talstation können schnell voll sein, und ab dem späten Vormittag bilden sich Warteschlangen.

Der Vorteil dieses Zugangs liegt in seiner Flexibilität: In Compaccio kann man zu Fuß gehen, den internen Bus nach Saltria nehmen oder je nach Öffnungszeiten die Sommerlifte von Bullaccia/Puflatsch, Panorama, Florian oder Spitzbühl nutzen.

Mit der Seilbahn von Ortisei/Urtijëi

Der Zugang von Ortisei führt auf die Ostseite des Mont Sëuc. Er eignet sich besonders für Wanderungen in Richtung Saltria, Monte Piz und zu den Wiesen gegenüber von Sassolungo.

Der Lift ist in der Regel von Frühling bis Herbst in Betrieb, mit längeren Öffnungszeiten in der Hauptsaison. Der Sommerbetrieb dauert von Anfang Mai bis Anfang November und schließt je nach Zeitraum gegen 17 oder 18 Uhr.

Mit dem Auto: eine streng regulierte Straße

Die Seiser Alm ist eine geschützte Landschaft. Wenn die Seiser Seilbahn in Betrieb ist, ist die Zufahrtsstraße gesperrt. Für den privaten Verkehr zwischen 9 und 17 Uhr gesperrt.Es ist daher möglich, bis Compaccio/Compatsch vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr hinaufzufahren. Die Abfahrt ist jederzeit erlaubt.

Auf dem Plateau befinden sich zwei gebührenpflichtige Parkplätze: P1 bei Spitzbühl und P2 bei Compaccio. Sind beide belegt, kann die Zufahrt am Kontrollpunkt San Valentino/St. Valentin vor 9:00 Uhr gesperrt werden. Ab dem 29. Juni 2026 ist für diese Parkplätze eine Online-Reservierung erforderlich.

Diese Regulierung Das muss man ernst nehmen. Wer zu spät kommt und hofft, die Sicherheitskontrolle noch schnell zu passieren, muss oft wieder mit der Seilbahn zurückfahren.

Mit dem Bus von den Dörfern aus

Shuttlebusse verbinden Kastelruth, Seis am Schlern, Völs am Schlern und Tiers am Rosengarten mit der Seilbahnstation. Auf dem Plateau verbindet die Binnenlinie Compaccio mit Saltria.

Le Südtirol-Gästepass Dieser Pass wird von vielen Unterkünften in den Dörfern angeboten und berechtigt zur Nutzung der meisten regionalen öffentlichen Verkehrsmittel. Er gilt jedoch nicht unbedingt für bestimmte Angebote wie den Seiser Alm Express, die Binnenbahn oder einige Skilifte. Die genauen Bedingungen sollten Sie mit Ihrer Unterkunft abklären.

Liftkarten

Die Region bietet verschiedene Sommerpässe an. Die Seiser Alm Card Gold beinhaltet je nach Gültigkeitszeitraum die Nutzung der Hauptgondelbahn, bestimmter Busse und einiger Lifte auf dem Plateau. Die Dolomiti Supersummer Card hingegen ermöglicht die Nutzung eines umfangreichen Liftnetzes in den Dolomiten und schließt den Fahrradtransport ein.

Für eine einfache Hin- und Rückfahrt genügt ein Standardticket. Bei mehrtägigen Wanderungen mit Liftnutzung ist ein Saisonpass oft günstiger.

Entdecken Sie die Dolomiten in Südtirol
Das Hochplateau der Seiser Alm

Wie gelangt man im Winter zur Seiser Alm?

Gondelbahn, Skipass und Skigebiet

Im Winter dient die Gondelbahn Seiser–Alpe di Siusi als Hauptzugang zum Skigebiet. Berg- und Talfahrt sind in den Skipässen Seiser Alm/Val Gardena enthalten. Dolomiti Superski.

Von St. Ulrich aus bietet die Mont-Sëuc-Gondelbahn Zugang zum östlichen Teil des Skigebiets. Die Hänge und Lifte des Plateaus bilden ein Gebiet, das sich vor allem für Familien und fortgeschrittene Skifahrer eignet, mit breiten, sonnigen Pisten und wenigen wirklich extremen Abschnitten.

Alle Seiser Alm–Gröden offiziell 181 Kilometer Pisten und 79 SkilifteAuf der Alpe selbst bieten mehr als zwanzig Lifte Zugang zu etwa 62 Pistenkilometer, laut offiziellen historischen Daten von Skigebiet.

Alpines Skifahren: ein helles und familienfreundliches Gebiet

Die Hänge von Alpe d'Huez folgen den sanften Hügeln des Plateaus. Sie sind oft breit, flach abfallend und bieten einen weiten Blick über die Landschaft. Diese Beschaffenheit eignet sich hervorragend zum Skifahrenlernen und für entspanntes Skifahren.

Die Skigebiete Panorama, Euro, Laurin, Goldknopf, Florian und Bullaccia/Puflatsch ermöglichen lange Skitage, ohne dass man unbedingt denselben Weg zurückfahren muss. Erfahrene Skifahrer finden hier, insbesondere in Bullaccia, einige anspruchsvollere Abfahrten, doch das Gebiet hat nicht denselben sportlichen Charakter wie die großen Abfahrten von Gröden.

Um zur Sellaronda zu gelangen, muss man den Skibus von Saltria nach Monte Pana nehmen und anschließend die Pisten von Val Gardena nutzen. Daher ist L'Alpe nicht direkt mit der Sella-Runde auf Skiern verbunden.

Langlauf: 80 Kilometer zwischen 1.800 und 2.200 Metern

Die Seiser Alm ist eines der wichtigsten nördlichen Gebiete Südtirols. Das Netzwerk umfasst 80 Pistenkilometer, vorbereitet für klassische und Skating-Techniken, in Höhenlagen zwischen 1.800 und 2.200 Metern. Pisten Sie werden auf Naturschnee angelegt und bieten Kurse für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, von Anfänger- bis hin zu Wettkampfstrecken.

Ritsch ist das Hauptzentrum. Von dort führen die Loipen Richtung Compaccio, Saltria, Hartl und in die höher gelegenen Gebiete. Das Licht, die Höhe und die offene Landschaft machen das Langlaufen zu einem ganz anderen Erlebnis als im Wald: Man gleitet mit Blick auf den Sassolungo, den Schlern im Rücken und kilometerweiten, schneebedeckten Wiesen ringsum.

Die Pisten sind ausschließlich Skifahrern vorbehalten. Fußgänger, Hunde, Schlitten und Fahrräder sind nicht erlaubt, da sie die präparierten Pisten beschädigen.

Winterwandern und Schneeschuhwandern

Alpe hat ungefähr 60 Kilometer präparierte WinterwanderwegeSie verbinden Compaccio, Saltria, Bullaccia, Panorama und mehrere Berghütten.

gehen Hier im Winter ist das Erlebnis ganz anders als im Sommer. Der Schnee dämpft Geräusche, Zäune verschwinden fast, und die Hütten wirken wie isoliert in einer weißen Weite. Die Sonne kann zwar intensiv sein, aber Wind und Schatten lassen die Temperatur schnell sinken.

Schneeschuhwandern ist auf markierten Wegen erlaubt, in unmarkierten Gebieten ist jedoch Vorsicht geboten und auf Lawinengefahr zu achten. Das Plateau wirkt sanft, allerdings können einige Hänge mit Blick auf die Täler ausgesetzt sein.

Ein Spaziergang, der mehr bietet als die einfache Postkarte.

Die Seiser Alm zählt zu den meistfotografierten Landschaften der Dolomiten, doch ihre Schönheit lässt sich nicht auf einen einzigen Aussichtspunkt reduzieren. Sie erschließt sich erst in der Bewegung: der gemächliche Spaziergang zwischen Compaccio und Saltria, der allmähliche Aufstieg zur Bullaccia, der Wind, der über die Grate weht, der Duft von Heu in der Nähe einer Hütte, das Rauschen eines unsichtbaren Baches im Gras.

Jeder Zugangspunkt offenbart eine andere Facette. Von Seis am Schlern gelangt man an den Fuß des Schlerns und ins Herz des Hochplateaus. Von St. Ulrich aus steht man fast direkt vor dem Sassolungo. Von Kastelruth oder Völs am Schlern aus präsentiert sich die Alpe als Fortsetzung eines bewohnten, landwirtschaftlich genutzten und typisch Südtiroler Gebiets.

Im Winter folgen Ski- und Langlaufloipen dem gleichen hügeligen Gelände unter dem Schnee. Im Sommer verbinden Wege Berghütten, Almen und Aussichtspunkte. In der Übergangszeit, wenn die Lifte schließen und die Herden die Wiesen verlassen, kehrt auf dem Plateau eine karge Stille ein.

Vielleicht versteht man dann am besten, was die Seiser Alm so einzigartig macht. Sie ist weitläufig, ohne menschenleer zu sein, spektakulär, ohne zu erdrückend zu wirken, zugänglich, ohne ihren alpinen Charakter völlig zu verlieren. Die Menschen kommen hierher, um die Dolomiten zu sehen, und entdecken dann, dass die wahre Landschaft auch unter ihren Füßen liegt: im Gras, auf den Wegen, in den Chalets und in den langen, sanften Linien, die den Blick langsam zu den Gipfeln lenken.

Fotokredit

Seiser Alm: mendhak, CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/73/Alpe_Di_Siusi_open_meadow_area.jpg

Kastelruth von Bullaccia: M-Car, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/13/Castelrotto_dalla_Bullaccia.jpg

Compatsch: Lucilemens auf it.wikipedia, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2b/Alpe_di_Siusi_CIMG3092.JPG

Seiser Alm Sommer: Cristian Lorini, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Dolomiti_Alpe_Siusi_-_panoramio.jpg

Seiser Alm und kleiner See: Dreamy Pixel, CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Dark_and_gloomy_atmosphere_at_Alpe_di_Siusi_in_italian_Dolomites.jpg

Seiser Alm im Winter: Francesco Zanardini, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/58/Alpe_di_Siusi_-panoramio%282%29.jpg

Schlernberg: Ottavia Molinari, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8b/Monte_Sciliar_-_Siusi.jpg

Schlernsommer Gesamtansicht: Francesco Zanardini, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/14/Siusi-Schiliar-_panoramio.jpg

Komplette Seiser Alm: luca.sartoni, CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3b/Val_Gardena%2C_Italy%3B_July_2020_%2812%29.jpg

Castelruth und seine Kirche: Klaus Graf, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cf/Suedtirol_2010_033.jpg

Lac Fié allo Sciliar: Ladislav Luppa, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons // https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/85/V%C3%B6lser_Weiher_%281%29.jpg

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